Informationen zum 150. Jubiläum Franz Lehárs und

Coronavirusmaßnahmen

Die Sendung zum Lesen!

 

Weitere Informationen zum 150. Jubiläum Franz Lehárs und

Coronavirusmaßnahmen

OPERETTE! Sonntag Nachmittagskonzert mit dem Franz Lehár - Orchester

Franz Lehár, Oscar Straus - 150 Jahre, Leo Ascher, Robert Stolz - 140 Jahre

 

Wiener Konzerthaus, Berio-Saal, 3, Lothringerstrasse

Sonntag, 22. März 2020, 15 Uhr Wegen Corona-Virus Abgesagt!!!

Ersatztermin: 15.November 2020, 15 Uhr! 

KS Ulrike Steinksy, Sopran, Vincent Schirrmacher, Tenor,

Wolfgang Dosch, Gerhard Ernst, Bariton

Lehrgang Klassische Operette / MUK

Wiener ABChöre, Wiener KinderChor, Stadt Wien Musikschulen - Singschule

Franz Lehár – Orchester

László Gyükér, Dirigent

Ehrenschutz: Honorarvizekonsulin Prof. Birgit Sarata

 

2020 ist - auch - ein Jahr der Wiener Operette! Die Internationale Franz Lehár Gesellschaft und das Franz Lehár-Orchester feiern den 150. Geburtstag von Franz Lehár und von Oscar Straus, ebenso den 140. Geburtstag von Leo Ascher und Robert Stolz!

Es ist uns eine besondere Freude und liebevolle Verpflichtung, die großartigen, mitreissenden, beglückenden Werke dieser Meister in bester Tradition aufzuführen und in Wien lebendig zu erhalten! Sie sind, wie die Wiener Operette überhaupt, schillernder Bestandteil des bunten Mosaiks unserer österreichisch – mitteleuropäischen Kultur.

Ihre Komponisten sind Meister des so schweren „Leichten“, der Beglückung, der Harmonie.

Auf der Bühne vereinen sich große Wiener Operetten-Stars und leidenschaftliche junge „Stars von morgen“ mit den bezaubernden frischen Stimmen der Stadt Wien Musikschulen und dem einzigartigen Franz Lehár-Orchester zu einem wunderbaren Konzert mit „unseren Meistern“!

Operette!!!

„Was ich suche und immer wieder suche, ist die Melodie!

Es ist eine Arbeit, glauben Sie mir!“ (Franz Lehár)

Karten: Konzerthaus, 3, Lothringerstrasse: 1/242 00-0; email: ticket@konzerthaus.at

IFLG-Reservierung: Frau Haidler, Tel.: 0676 3340569; email: lehariana@live.at

(IFLG Ermäßigung)

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IFLG TRAUERT UM RETO PAROLARI, DIRIGENT, KOMPONIST, VERLEGER,

CHEFDRIRIGENT DES FRANZ LEHÁR-ORCHESTERS VON 2014 - 2019

RETO PAROLARI (1952 – 2019). EIN NACHRUF

Von Wolfgang Dosch (IFLG, Generalsekretär)                  

 

Lieber Reto, servus Burli,

wie wir uns auch gegenseitig nannten, ich möchte mich heute aufrichtig bei Dir bedanken!

Seit über 20 Jahren habe ich die Freude und Ehre gehabt, unter Deinem Dirigat singen zu dürfen. Im Brucknerhaus in Linz, im Wiener Konzerthaus, aber zumeist bei Deinem 1991 gegründeten groß- und tatsächlich einzigartigen „Festival für gehobene Unterhaltungsmusik“ in Winterthur.

Du hattest dieses Festival gegründet, weil es so etwas nicht gab und Du hast es zu einer wahrhaften Börse vor allem auch für Operette gemacht. So haben wir gemeinsam – wie Du sagtest – „rauf und runter Operette“ gemacht. Und mit Dir und Deinen verschiedenen Orchestern, wie vor allem dem ORP (Orchester Reto Parolari, 1973 von Dir gegründet) war es immer ein Fest auf der Bühne zu sein! Du hattest wunderbare und von Dir hochgeschätzte Lehrmeister, wie u. a. in Wien Prof. Max Schönherr, Du warst immer präzisest vorbereitet und hast Dir Deine unbändige Musizierlust behalten, Du hattest jahrelange Erfahrungen, hast besten Tradition vertraut. Du wusstest also, wie es geht, „das schwere Leichte“ und mit Dir ging es immer ganz „natürlich“ und „wie von selbst“.

Und Du liebtest uns, Deine Musikerinnen und Musiker und vor allem Deine – unsere – Komponisten und pflegtest freundschaftliche Kontakte zu ihnen und ihren Familien. Und auch das verband uns – glückliche Stunden mit den Familien von Nico Dostal, Fred Raymond, Robert Stolz und Emmerich Kálmán und vielen anderen! Und vor allem und immer wieder verband uns unser geliebter Meister Charles Kalman, der uns vor 20 Jahren zusammenbrachte! Du warst Uraufführungsdirigent und Widmungsträger vieler seiner Kompositionen, die Du auch in Deinem einzigartigen, wichtigen Verlag betreust. Denn da es keinen seriösen Verlag für „gehobene Unterhaltungsmusik“ gab, so musstest Du eben selbst einen gründen, um an einwandfreies Aufführungsmaterial zu kommen, sei es im Original oder in Arrangements. Und ein hervorragender Arrangeur warst Du auch!! Erstens ein „Studierter“ und zweitens und vor allem, ein aus Jahrzehnte langer Aufführungspraxis kommender: Du wusstest, wie eine bestimmte Orchesterformation am besten zum Klingen kommt, welche Verdoppelungen in Orchesterstimmen wegfallen können und müssen, damit Sänger nicht zugedeckt werden, welche Auftakte besser „die Bühne“ alleine macht, da es mit dem Orchester meist nur schwer zusammenzubringen ist und obendrein weniger Spannung hat, Du wusstest welches Rubato beste Tradition und welches nur Schlamperei ist.

In den, nach dem Rückzug von Prof. Gabriel Patocs im Jahr 2015, schwierigen Zeiten für die Internationale Franz Lehár Gesellschaft (IFLG), konnte ich für die Leitung des Franz Lehár-Orchesters (FLO) gewinnen. Mit der Dir eigenen „intellektuellen Leidenschaft“ hast Du großartige Aufbauarbeit geleistet und die Arbeit der IFLG wesentlich unterstützt. Es ist uns gelungen, die einige Jahre unterbrochene Tradition der „Sonntag Nachmittagskonzerte“ im Wiener Konzerthaus von Prof. Eduard Macku erfolgreich wieder aufzunehmen. Durch Deine souveräne, kenntnisreiche und „klare Liebenswürdigkeit“ hast Du immer wieder bewiesen, was mit perfekter Vorbereitung und stilsicherer Führung auch in oft knapper Probenzeit zu erreichen ist: stilistisch einwandfreie, unsentimentale, geschmackvolle und musikantische (Operetten-) Interpretation! Das FLO, ein Orchester, dem dieser Stil noch vertraut ist und Du, ihr „habt Euch gefunden“, ihr habt eine Sprache gesprochen. Eine Sprache, die heute nicht mehr oft gehört werden kann!

Am 19. November 2019 standen wir das letzte Mal gemeinsam auf der Bühne. Genau am 90. Geburtstag „unseres Meisters“ Charles Kalman war uns das „Kálmániana“- Konzert der IFLG und des FLO im MuTH, Theater der Wiener Sängerknaben, ein ganz besonderes Anliegen. Seine letzte Komposition „All Aboard For Nice“, die wir bei einem Konzert im Dezember 2014 zu seinem 85. Geburtstag uraufgeführt haben, hatte er dem FLO und Dir gewidmet. Nach dem Konzert dankte Dir Charles Kalman damals in einem berührenden Schreiben für Deinen jahrzehntelangen Einsatz für seine Werke:

 

Lieber Reto,                                                                        Wien, 20. 12. 2014

Vom „Festival Walzer“ bis „All Abord“ war es ein sehr langer Weg.

Ich danke Gott, dass ich ihn mit Dir und Deinem Können und Deiner Einfühlsamkeit machen durfte. Und wünsche, dass es noch viele solche Treffpunkte geben wird,

Herzlichst!
Dein Charles

 

Du sagtest mir, dass Du diese Zeilen damals bereits als „Abschied“ Charlys empfunden hast. Und so sollte es auch werden, denn knapp zwei Monate später, im Februar 2015, hat er uns verlassen.

Als ich diesen Brief nun im November 2019 bei unserem „Kálmániana“-Konzert dem Publikum vorlas, konnte niemand ahnen, dass wiederum nur ein Monat später, am 15. Dezember 2019, auch Du von uns gehen wirst!

 

Umso größer ist die Fassungslosigkeit und Ohnmacht dem gegenüber, was man „Schicksal“ nennt!

Ohne Dich zu sein, ist unmöglich vorzustellen – für Deinen hochbetagten Vater, der so stolz war, dass Du 2019 ebenso den „Kulturpreis der Stadt Winterthur“ erhieltest, mit dem vor vielen Jahren auch er ausgezeichnet wurde, für Deine nicht einmal zwanzigjährige Tochter, die nun fest auf ihren eigenen Beinen stehen muss, für die Mitarbeiter Deines großen und wichtigen Verlages „Swissmusic“ in Winterthur, all die Organisationen, in denen Du entscheidende Funktionen hattest, für alle die Musikerinnen und Musiker Deiner Orchester, vor allem des ORP, Deines Orchesters beim Zirkusfestival in Monaco und natürlich für uns in Wien, das Franz Lehár-Orchester und die IFLG.

Und mir ist ein Bruder abhanden gekommen, ein Bruder, mit dem ich mit Herz, Hirn und Humor spielen, für „unsere Sache“ kämpfen kann, dem ich vertrauen kann, weil ich weiß, dass er weiß, was er tut.

Reto Parolari war einer der letzten, der um „die Sache der Operette“ ganz genau in Theorie und Praxis Bescheid wusste, besser als die meisten der so ernsthaften Besserwisser.

Sein Platz bleibt unbesetzt - in der Welt der Operette und in meinem Herzen!

Tröstlich soll uns sein, dass sein Abschied von dieser Welt ein plötzlicher und vermutlich schmerzfreier war und vor allem, dass er nun jenen nahe ist, die ihm wohl tatsächlich am nächsten waren: unsere großen Meister!

Servus, Burli, sei bedankt. Und richte bitte uns‘re Grüße aus!

 

Reto Parolari

Aus einer Musikerfamilie stammend. Als Dirigent, Verleger, Komponist, Arrangeur anerkannter Fachmann für gehobene Unterhaltungsmusik.

Ausbildung an der Musikhochschule Winterthur/Schweiz, in Hannover ( Ernst Hildebrand), Stuttgart (Heinz Buchold) und Wien (Prof. Max Schönherr).

1973 Gründung des „Orchester Reto Parolari“ (ORP), zur Pflege und dem Erhalt der gehobenen Unterhaltungsmusik.

Theater und Konzert: Fünf Jahre Dirigent für Operette und Musical am Stadttheater St. Gallen, sowie 14 Jahre am Theater Carré, Amsterdam.

Regelmäßige Zusammenarbeit mit Orchestern und Rundfunkanstalten in Europa, Russland, Amerika.

Zahlreiche TV- und Radioproduktionen. Über 35 CD’s.

1991 Gründung „Internationales Festival der Unterhaltungsmusik“, Winterthur, das jährlich durchgeführt wird und sich zur Börse für gute U-Musik entwickelt hat.

Tätigkeit als Zirkusdirigent: sechs Jahre beim Schweizer Nationalcircus Gebr. Knie, drei Jahre musikalischer Oberleiter bei Circus Krone in München, seit 1997 Chefdirigent beim Internationalen Circusfestival in Monte Carlo.

Als Komponist und Arrangeur mehrerer hundert Werke im Bereich E und U-Musik verfasst.

Auszeichnungen:

Seit Juni 2007 Vorstandsmitglied der SUISA.                                                                                                                    2004 Anerkennungspreis der SUISA-Stiftung für sein langjähriges Wirken als Interpret, Urheber und Verleger.                        2015 Carl-Heinrich-Ernst Kunstpreis für sein Lebenswerk.

2019 Kulturpreis der Stadt Winterthur

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                                                        Emmerich und Charles Kálmán

 

Die Operette ist charakteristischer Bestandteil unserer wienerisch-mitteleuropäischen Kultur! So im Besonderen auch die faszinierenden Werke von Emmerich und dessen Sohn Charles Kálmán, der vor 90 Jahren in Wien geboren, mit 9 Jahren aus seiner Heimatstadt vertrieben wurde und zu seinem 85. Geburtstag 2014 das „Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien“ erhielt. „Es gibt nur ein Wien auf dieser Welt“, nannte er ein Lied aus seiner Operette „Wir reisen um die Welt“. Aber Charles Kálmán schrieb auch Klavierkonzerte, Musicals, Filmmusiken und zahllose Chansons in vielen Sprachen für große Interpreten wie Helen Vita, Martha Eggerth, Ute Lemper, Harald Juhnke, Topsy Küppers u. a. .  „Globetrotter-Suite“ heißt eines seiner großen Orchesterwerke und als solchen bezeichnete sich Charles Kálmán gerne selbst.

Wolfgang Dosch, Moderator und Sänger dieses Konzertes, verband mit Charles Kálmán eine 25 jährige Freundschaft, die auch Niederschlag in vielen Kompositionen fand, u. a. in dem ihm gewidmeten Ein-Mann-Musical „Novecento-Die Legende vom Ozeanpianisten“.

 

Im Gespräch mit Robert Jarczyk-Kálmán lässt er einzigartige musikalische Höhe-, aber auch emotionale Tiefpunkte zweier großer Künstlerleben erstehen: von Emmerichs Geburtsstadt Siofok und seiner Studienzeit in Budapest, in Charles‘ (damals noch Karl-Emmerichs) Geburtsstadt Wien, in die Emigration nach Frankreich und die USA und wieder zurück nach Europa, wo Emmerich 1957 in Paris starb und seine letzte Ruhe in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof fand und nach München, wo Charles bis zu seinem Tod 2015 lebte und sein umfangreiches Oeuvre schuf. 

Das Franz Lehár-Orchester, bekannt auch durch zahlreiche preisgekrönte CD-Aufnahmen, gemeinsam mit „Wiener Operetten-Lieblingen“, ist unter der Leitung des international renommierten Dirigenten Reto Parolari, Uraufführungsdirigent und Widmungsträger vieler Orchesterwerke Charles Kalmans, Garant für stilsichere und mitreißende Interpretationen.

Karten: MuTh und IFLG: Tel.: 0676/3340569 (Frau Haidler)

E-mail: lehariana@live.at


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