Hier einige Auszüge aus meinem Lehár-Werkverzeichnis. Wenn Sie noch etwas über Lehár-Werke erfahren möchten,

fragen Sie mich bitte entweder per Mail unter: alleslehar@aon.at oder telefonisch: 0676/3052412

Leharianische Musikalische Grüße!

Mag. Maria Una-Viehböck

Die Blaue Mazur

Operette in 2 Akten und einem Zwischen Spiel. Uraufführung: 28.Mai.1920 im Theater an der Wien.

Inhalt:

Graf Juljan Olinski hat ein ziemlich lockeres Leben geführt , bis er einmal Blanka von Lossin, eine Waise, die er auf einem Ball kennen lernt. Sie fesselt ihn so, dass er mit ihr „Die blaue Mazur“, den letzten Tanz, tanzt. Das bedeutet, dass er sie zu seiner Frau nehmen will.

Plötzlich taucht Adolar, Juljans Jugendfreund, auf und teilt ihm mit, dass Juljans letzte Flamme, Gretl Aigner davon erfahren hat und einen Skandal provozieren will. Blanka hört zufällig die Unterredung und lässt ihren Mann und die ganze Gesellschaft im Stich.

Sie öffnet das Medaillon, das ihre Mutter ihr für den Fall der ersten Liebesenttäuschung

hinterlassen hat, sieht das Foto eines Jugendfreundes ihrer Mutter, der Freiherr von Reigen, und flieht zu ihm.

Der Freiherr ist mit ihrer Flucht nicht einverstanden, verspricht ihr aber seinen Schutz. Als des Freiherrns Neffe Engelbert erscheint, der in Wirklichkeit Juljans Freund Adolar ist, wird die Situation lustig und drollig.

Graf Juljan hat, selbstverständlich, nicht geruht, bis er Blanka gefunden hat. Sie hat auch schon ihre Entscheidung bereut. Gretl und Adolar heiraten.

Glücklich vereint tanzen Blanka und Juljan den letzten Tanz im grauenden Morgen:

„Die blaue Mazur“.

 

Cloclo

 

Operette in 3 Akten. Uraufführung : Wien, 8. März. 1924 im „Bürgertheater“

Inhalt:

Cloclo ist eine berühmte Varieté-Sängerin, die von Männern umworben wird. Unter ihren vielen Verehrern befindet sich der Bürgermeister von Cornichon, zu dem sie liebevoll „Papa“ sagt. Sie nützt ihn immer aus, wenn sie ein Geld gebrauchen kann.

Eines Tages schreibt sie an ihn, um finanzielle Hilfe zu bitten. Als Melousine, Cornichons Frau,  den Brief mit dem Ausdruck „Mon chére Papa“ entdeckt  glaubt sie wörtlich, ihr Gatte wäre der leibliche Vater von Cloclo.

Als Folge holt sie Cloclo vom Theater zu ihnen nach Hause und versucht, das „unschuldige Mädchen“ zu erziehen.

Cloclo, die von der Polizei gerade verfolgt wird, weil sie einen Polizisten geohrfeigt hat, akzeptiert die Einladung. Die Situation wird peinlich für den Bürgermeister, der Cloclo am Ende als seine Tochter anerkennen muss, obwohl sie es nicht wirklich ist.

Maxime, Cloclos Freund, der ihr nachgekommen ist, erklärt ihr seine Liebe und sie heiraten. 

Eva

Operette in drei Akten.Uraufführung: Wien, 24.Nov.1911, Theater an der Wien.

Eva arbeitet in einer Fabrik. Der Sohn des Besitzers verliebt sich in sie und betet sie an. Alle glauben, er würde nur mit ihr spielen, weil er als bekannter Frauenheld gilt. Aus diesem Grund läuft sie weg von ihm und von der Fabrik und versucht ihr Glück beim Singen. Sie wird berühmt und alle möchten sie haben...Octave erfährt, wo sie ist und kommt zu ihr. Die Liebe siegt.

Fräulein Leutnant

Singspiel. Manuskript. Text Arthur Kohlhepp.

Der Sohn der Familie Scanagatta befindet sich im Heeresalter. Da er nicht der geborene Soldat ist, beschließt seine Schwester,  sich als Soldat zu verkleiden und statt ihm zum Militär zu gehen. Weil sie am besten Fechten und Kämpfen gelernt hat, erreicht sie immer einen höheren Rang als Offizier,  bis sie von einem verliebten Kollegen entdeckt wird. Trotz der End-Heirat bekommt sie für Lebenszeit den Lieutenants-Charakter zugesprochen. 

 

Friederike

 

Singspiel in drei Akten. Uraufführung : Berlin, 4.Oktober 1928 im Metropol Theater

Erstaufführung Wien: 15.Februar 1929 im Johann Strauß Theater.

Inhalt:

Friederike und Goethe sind verlobt. Goethe bekommt aber ein Angebot des Fürsten, ihn als seinen Berater zu begleiten. Goethe akzeptiert den Posten und verlässt Friederike in ihrem kleinen Dorf. Nach einigen Jahren kehrt Goethe zurück und versucht wieder zu ihr zurück zu kommen. Für Friederike ist die Liebe aber schon vorbei, denn: „Wenn du mich geliebt hättest, wärest du nie weggegangen“.

Frühling, Frühlingsmädel und „Hannerl und der Mai“

 

Operette in einem Akt (3 Bildern) Uraufführung: Wien, 20.Jänner 1922 in der „Hölle“.

 

Inhalt:

Wien, Anfang der 20er Jahre. Zwei Stenotypistinnen sitzen in einem kleinen Büro: Toni, die auch Soubrette singt, und Hedwig, ein romantisches Mädchen. Ein junger Mann betritt das Büro. Er ist ein Komponist, der mit dem Librettisten seiner Operette dort verabredet ist. Hedwig, die sich in den Komponisten verliebt hat, muss den Text abtippen. Bevor der Dichter kommt, muss der Komponist gehen und der Dichter übergibt Hedwig selbst den Text. Danach lädt er Toni zu einem Kaffee ein. Hedwig macht sich an die Arbeit und liest den Text laut vor: „Die Bühne stellt eine Dachkammer dar, die der Musiker Lorenz bewohnt....“

Hedwig beginnt zu fantasieren. Sie stellt sich vor, sie wäre die Hauptperson in der Handlung:

Der Komponist-Lorenz- bewohnt die Dachkammer mit einem Mädchen, dem er noch nie

begegnet ist. Wenn er um acht Uhr abends ausgeht, ist seine unbekannte Mitbewohnerin noch

nicht da. Wenn er um acht Uhr in der Früh zurückkehrt, ist sie schon als Probiermamsell in

einem Modegeschäft tätig. Der arme Komponist verdient sich sein Geld als Pianist in einem

Nachtlokal namens „Türkenstübel“. Eines Tages kommt sein Freund Ewald auf Besuch und

Lorenz zeigt ihm den Kleiderkasten des Mädchens. Wegen eines „Stückchen Batist“ hat sich

Lorenz in die Unbekannte verliebt. Ewald schlägt ihm vor, seine Mitbewohnerin endlich

Kennenzulernen. Plötzlich klingelt an der Tür. Es ist ein Wiener Mädel. Sie ist aber nicht die

Mitbewohnerin, sondern eine Kollegin von ihr. Sie verwechselt Ewald mit Lorenz, der sich

im Badezimmer versteckt hat. Ewald nützt die Gelegenheit aus und möchte die Freundin zu

einem Bummel – „Jeden Abend so um acht“- verführen. Beide gehen ab. Lorenz kommt aus

seinem Versteck und glaubt trostlos, Ewald wäre bei seiner Mitbewohnerin (Die Schuchen, die kleinen). Gleich kommt ein weiteres Mädel herein. Sie behauptet, dort zu wohnen. Er unterzieht sie einem Kreuzverhör über den Inhalt des Schranks. Sie ahnt etwas und belehrt ihn: „Wer verliebt ist, muss es zeigen“.  Da platzen Ewald und die Freundin und alle sind verwirrt. Die Freundin merkt, dass Ewald sie angelogen hat und alle lachen beim „Schwindeln schon in den Windeln“. Die Mädchen singen dann ein Duett über ihre Arbeit: „Ein Muff aus Zobel“. Ewald und die Freundin gehen und Lorenz denkt sich das Mädel hätte einen geliebten. Sie gesteht ihm, dass Sie den nur, wegen ihrer Freundin erfunden hat. Er möchte sie umarmen, aber sie zögert.

Um acht Uhr ertönt das Glockenspiel und er müsste das Zimmer verlassen. Sie besteht darauf:

„Bis morgen früh die Glocken wieder klingen“. Kaum ist er gegangen bereut sie schon ihre

Tat und stellt die Uhr schnell auf acht Uhr in der Früh vor. Lorenz hört es und erscheint an der

Tür. Sie küssen sich.

Zurück ins Schreibmaschinenbüro. Hedwig hat die Operette zu Ende getippt. Hedwig merkt,

dass sie den Komponisten liebt. In diesem Moment kommt der Dichter und möchte Hedwig

zum Essen einladen. Sie lässt den Dichter stehen und macht sich auf den Weg zum Komponisten.

Der Dichter, allein auf der Bühne, beendet: „Dem Librettisten flicht die Welt keine Kränze,

sein Schaffen bleibt verborgen in der Gänze... Dabei wär´n selbst die größten Komponisten

von Gott verlassen ohne Librettisten“ 

 

 

Bei „Frühlingsmädel“ finden Toni und Ewald auch ihr Glück zusammen.

 

 

Erste Fassung: „Frühling“

Zweite Fassung: „Frühlingsmädel“

Schweizer Fassung: „Hannerl und der Mai“

Fürstenkind

Operette in einem Vorspiel und zwei Akten teilweise nach Motiven einer Erzählung von About. Uraufführung: Wien, 7 Oktober 1909 im Johann Strauss Theater

 

Inhalt:

Hadschi Stavros, Fürst von Parnes, führt ein Doppelleben. Einerseits ist er Bürgermeister und

Adeliger, und andererseits ist er Pirat. Nur wenige Menschen kennen sein Geheimnis.

Er hat eine Tochter, Photini, die zum ersten Mal verliebt ist. Ihr Bräutigam, Kapitän Harris, ist ihm aber nicht gut genug für seine Tochter. Harris entscheidet, dem zukunftigen Schwiegervater seine Liebe zu beweisen, indem er den Pirat „Hadschi Stavros“ fängt.

Nach einigen Chor-, und Räuberszenen entführt Hadschi Stavros einige Engländer, die mit der königlichen Familie verwandt sind und verliebt sich selbst in Mary Ann, junge Geisel.

Als Harris ihn in seinem Versteck findet, wird er von ihm auch gefangen genommen. Eigentlich wissen alle in der Ortschaft,  wer Hadschi ist. Sogar die Polizei freut sich immer wieder, wenn sie zu ihm kommen müssen.

Nur Harris und Photini kennen die Wahrheit nicht.

Als Harris ihn doch verhaftet, kommt Hadschi frei davon durch einen Brief seines Freundes, „der Fürst von Parnes“. 

 

Der Fürst der Berge

Operette in einem Vorspiel und zwei Akten. Umarbeitung der Operette Das Fürstenkind. Uraufführung: Berlin, 25.September 1932 im Theater am Nollendorfplatz

 

Daraus:

Textbuch, Doblinger 1932

Erste Liebe,erste Liebe,  Duett

Alle weiteren Musikstücke wie bei der Operette Das Fürstenkind

 

 

Garaboncias

Oper in drei Akten. Bearbeitung von Zigeunerliebe auf Ungarisch.Uraufführung: Budapest,

20. Februar 1943 an der Königlichen Oper. Text von Innocent Verno.

Das Musikmaterial wurde der Operette „Zigeunerliebe“ entnommen und neue Nummer, Rezitative, Chöre, Bühnenmusik... dazu komponiert.

Meister Lehár war mit dieser Bearbeitung als Oper nicht zufrieden, und bestand daraus, aus den neu komponierten Nummern eine ganz neue Operette zu komponieren.

Inhalt:

Der Unterschied zu Zigeunerliebe besteht darin, dass Garaboncias-Joszi- ein Freiheitskämpfer ist, der am Ende des Stückes aus politischen Gründen verhaftet wird.

Die gelbe Jacke

Erste Fassung des „Land des Lächelns“

 

Operette in 3 Akten. Uraufführung: Wien, 9.Februar 1923, im Theater an der Wien.

1. Akt

  1. Einleitung und Lied.

Claudius ist verlobt und verliebt. Nach seinem Lied mit dem Ensemble erklärt Lea, sie möchte ihn nicht mehr heiraten. Ihre Freundin Lori hat ihr geschrieben, er wäre ein „Mitgiftjäger“. Außerdem scheint sie in einen anderen verliebt zu sein.

  1. Duett: „Es ist nicht das erste Mal“. Sie bleiben gute Freunde. Beide gehen ab.

Man sucht Sou Chong. Er tritt auf und entschuldigt sich wegen seiner Verspätung: „Immer nur Lächeln“

Er bekommt die Nachricht, er soll wieder nach China zurück. Er freut sich, weil er nicht mehr ertragen wird müssen, sie bei ihrem Bräutigam zu sehen. In diesem Moment kommt Claudius. Sie streiten sich wegen Lea. Claudius erzählt ihm aber von ihrer Trennung.

Sou Chong singt: Nr. 4: „Von Apfelblüten einen Kranz“.

Danach treten Limburger, Claudius und Wimpach wieder ein. Alle sprechen über Geschäfte.

Nr. 5: Terzett „Gescheit sein“. Claudius muss die Ehe vergessen. Er will aber schnell eine Braut. Alle drei gehen ab und Sou Chong kehrt zurück. Er möchte zu Lea.

Nr. 6: Finale. Lea und Sou Chong werden förmlich in der Gesellschaft vorgestellt. Sie beginnen miteinander zu sprechen. Sie gestehen sich ihre Liebe und küssen sich.

  1. Akt

Sou Chong wird beehrt und ihm wir die gelbe Jacke verliehen. Die höchste chinesische Auszeichnung.

Nach der Zeremonie erscheint aber sein Onkel, der unzufrieden ist, weil er keine Chinesin geheiratet hat und keine Vollblutchinesische Kinder bekommen kann.

Claudius kommt gerade in Peking an. Sou Chong darf ihn nicht in der gelben Jacke empfangen und sein Onkel Miau unterhält sich mit Claudius bis Sou Chong wiederkommt. Gleich danach kommt auch Mi, Sou Chongs Schwester auf die Bühne. Lea hat ihr von Claudius erzählt und ein Paar wienerische Ausdrücke beigebracht.

Nr. 8: Quartett, „Ein Englein ist entflohen“. Mi spielt für Claudius auf der Syrinxflöte.

Lea tritt auf und trägt ein europäische Negligee mit Sonnenschirm.

Nr. 9, Duett Lea- Sou Chong. Lea hat Heimweh und singt : « Ich möchte einmal wieder den Prater sehen ». Er erlaubt ihr nach Wien zu fahren.

Inzwischen haben sich Mi und Claudius näher kennengelernt. Sie erzählt ihm ein neues Märchen:

Nr. 10. „Das Märchen von Li-Tsching-Lu. Beide gehen ab.

Sou Chong und Miau kommen in den Garten. Sou Chong erzählt ihm, dass Lea einige Zeit nach Hause fährt. Er ist sehr aufgeregt. Er hat den Brief Loris zufällig gefunden, den sie Lea bevor der Trennung von Claudius geschrieben hat. Da schrieb sie. „Due hast also den Chinesen doch nicht bekommen, den du dir aus verrückter Laune in den Kopf gesetzt hast...“ und glaubt, sie hätte ihr neulichst geschrieben. Sie hören, wie Claudius und Lea über ihn reden und sehen, wie sie sich küssen.

Sou Chong beschießt, sich doch mit seinen vier chinesischen Verlobten zu vermählen.

Lea und Claudius haben das Ganze nicht mitbekommen und  verabschieden sich von Sou Chong und Mi.

Lea merkt, dass Mi in Claudius verliebt ist und singt ihr über die Liebe in Wien.

Nr. 11, Walzer „Wien, du mein Wien“.

Mi und Claudius aber gestehen sich ihre Liebe und möchten heiraten.

Nr. 12, „Zig, zig, zig“.

Als sie ihren Onkel Miao fragen möchten, ob sie heiraten dürfen, weigern sich Sou und Miau, weil Claudius viele Frauen mit diesen Worten betört....

Nr. 13 Finale.  Sou Chong heiratet seine Verlobten, bevor Lea abgefahren ist. Als sie ihn fragt, warum willst du sie heiraten, antwortet er immer: „Aus Laune“.

Nach mehreren Gehdemütigungen fahren Claudius und Lea nach Wien zurück. Sou hat Lea den Brief von Lori vor ihre Füße geworfen und den Grund seiner Wut somit enthüllt.

  1. Akt

Ein Jahr später. Lea und Claudius sind in Wien. Claudius hat chinesisch Lektionen genommen, dass er nach China wieder fahren kann und seine Mi heiraten. Er bekommt aber plötzlich einen Brief, in dem Mi ihm mitteilt, dass sie nach Wien kommt, um ihn zu heiraten. Sou begleitet sie. Claudius hat ihnen aber eine falsche Adresse von sich gegeben, nämlich die von Lea, weil sie Sou auch wieder treffen will. Mi kommt früher als erwartet und alleine. Sie erzählt Lea, dass Sou als Gesandter nach Wien kommt, und dass er sich gleich nach ihrer Abreise von den vier Frauen scheiden ließ.

Nr. 14, Duett: „Moderne Frauen“, „Es hängt der Himmel voller Geigen“

Sou Chong kommt an. Mi kommt zu ihm. Er sieht sein Bild im Wohnzimmer und wundert sich sehr, denn er hat Claudius nie ein Foto von sich gegeben. Er denkt sich Lea hätte sein Foto ihm geschenkt und weint: „Reminiszenz: Immer nur Lächeln“.  

Gleich kommt Claudius ins Haus. Sou lässt sie allein, dass sie sich aussprechen können.

Nr. 15. Jetzt fällt mir was Gutes ein.

Mi möchte für immer in Wien bleiben.

Nr. 14. Finale.

Lea: „Ich werde ihn nun wieder sehen...“

Sou und sie versöhnen sich. Claudius heiratet Mi.

Gigolette

 

Operette in 3 Akten. Uraufführung: Milano, 30.Dez. 1926 im Teatro Lirico. Verwendet einige

Nummer aus „Frühling“ (Nur ein Stückchen Batist, Ouvertüre), „Rastelbinder“ (Wenn 2 sich

lieben). Nur drei Noten Systeme aus dem „Libellentanz“.

Siehe Klavierauszug unten.

Inhalt des italienischen Textes:

Coty ist ein ziemlich schlechter Alleinunterhalter. Er spiel gerade mit seiner Partnerin Gigolette auf einer Strand-Bühne. Die Kunden sind ziemlich grob zu ihr. Ein Schiff legt an.

Die See-Leute setzen sich und schauen sich die Vorstellung an. Zuerst die Schlangen-Nummer, dann „Il canto della Bretagna“ (Gigolette).   Yves, ein Seemann und Gigolette

Sprechen miteinander. Beide kommen aus der Bretagne. Sie erinnern sich an ihre Heimat:

„Duetto delle campane“. Danach setzen Gigolette und Coty die Vorstellung vor: „“La

vera boheme“. Da einige Zuschauer Gigolette nackt sehen wollen, flüchten sie in Richtung

Bretagne.

II Akt. In der Bretagne

Chor: „La festa del grappolo bianco“. Auftritt Ameles: “Canzone Bretone”.

Amele wartet auf Ives. Als Ives ankommt, gibt er bekannt, dass er sich verlobt hat. Amele

Hatte aber inzwischen sogar geheiratet, obwohl ihr Mann kurz danach gestorben ist. Somit hatte Ives keine Verpflichtung mehr zu ihr. Amele und Yves singen: „I racconti delle fate“

(Erinnerungen an ihre Kindheit). Als Coty ankommt, denken alle er wäre der Regen-Macher.

Coty widerspricht ihnen nicht. Kurz darauf kommt der echte Regen-Macher. Der trifft aber nur Coty.

Yves möchte Gigolette seiner Familie und seinen Bekannten vorstellen, die sich als unschuldiges Mädchen verkleiden muss. Sie haben Geschenke für alle mitgenommen, und

Gigolette singt: „Il Black-Botton die Burattini“ (Lied der Hand-Puppe).

Szene mit Coty und Duett „Chicco a chicco“. Coty soll sich nicht so oft betrinken.

Yves tritt auf, er möchte Gigolette seinem Onkel vorstellen. Während er ihn holt, überlegt Gigolette, was sie alles vormachen musst, um Yves zu heiraten, sie, eine „Gigolette“.

Onkel Simon ist ein Priester, und Gigolette beichtet ihm ihr Geheimnis. 

Amele und Coty lernen einander kennen. Coty erzählt Amele über seine Partnerin und

Ihr Künstler-Leben. Als sie zur Familie zurückkehren, kommen sie darauf, dass Gigolette

gelogen hat. Yves und Gigolette möchten zusammen wieder flüchten.

III Akt. In Paris, ein Luxus-Kabarett namens „L´ abazia di Theleme“.

Duett Coty-Gigolette: Karneval

Coty und Gigolette spielen wieder zusammen. Alle glauben sie hätten sich in ein

Kloster als None und Priester zurückgezogen. Sie wissen nicht „L´ abazia... „ ist das größte Kabarett in Paris.

Amele, Jacotte und Simon suchen sie und fragen nach Schwester Gigolette und Pater Coty.

Yves kommt später herein. Sie erfahren die Wahrheit. Amele liebt Coty und Yves Gigolette.

 

Inhalt des deutschen Textes:

Stella muss seinen unbekannten Verlobten Guido heiraten. Sie tauscht die Rolle mit ihrer Freundin Laura und Guido verliebt sich in diese. Beide verschwinden plötzlich mit Lauras Bruder und beginnen eine Kabarettkarriere. Antonio, Guidos Vetter, verspricht diesem seine Braut zurückzubringen und verliebt sich dabei in Stella. Sogar Nicolo Nicolesi, Lauras Bruder, findet am Ende eine Frau.

Daraus:

Textbuch, maschinegeschrieben, auf deutsch und auf  italienisch

Zurückübersetzung des italienischen Textes.

Auf dem deutschen Text, genaue Angabe über die Nummern, die für die Operette neu komponiert werden mussten.

Klavierauszug, Verlag Carlo Lombardo 1926. Mit Anweisungen und Strichen bezüglich der

ersten Aufführung. Auch genaue Herkunft der Motive aus der Operette, Takt für Takt (Frühling, Rastelbinder, Libellentanz oder für die Operette neu komponiert).

Inhalt des Klavierauszuges:

Personen: Gigolette, Coty, Amele, Yves, Toto, L´abate Simon, Mimi, il commissario inglese,

Lolotte, il padrone dell´ eremitaggio, Frou-frou, il maitre d´hotel, il rabdomante.

Il primo Atto all Eremitaggio di Porto Said; il secondo atto in Bretagna; il terzo atto

a Parigi.

Giuditta

 

Daraus:

Originalhandschrift Orchester-Partitur von Nr. 15 Komm, komm, wir woll´n fort von hier

Wien, 9/März/ 1936, 2 Uhr früh, mit Orchester Stimmen, Glockenverlag o.Datum

Einlage für Gesang und Klavier

 

Autograph des Klavierauszuges, datiert und signiert, mit Bleistift geschrieben:

  1. Bild:

Vorspiel, Nr. 1 , signiert „Wien, 20/8/ 1932, Lehár

Nr. 2. Uns ist alles einerlei, Wien, 11/12/1932, Lehár

Nr. 3 Alle Tag´ , nichts als Müh´und Plag` , Bad Ischl, 22/8/1931, Lehár

Nr. 4 Freunde, das Leben ist lebenswert, Wien, 11/12/ 1932, Lehár

Nr. 5 Wohin, wohin will es ... mit Duett Ottavio-Giuditta, Wien, 1/12/1932, Lehár

Nr. 5 ½ , Wien , 12/12/1932, Lehár

Nr. 6 . Finale, Wien, 12/12/ 1932, mit Änderungen von „O signora, O signorina“

  1. Bild

Nr. 7 Zwei, die sich lieben vergessen die Welt, Wien, 14/12/1932, Lehár

Nr. 8, Schön, wie die blaue Sommernacht, Wien, 21/10/1932, Lehár

Nr. 9. Finaletto Anita-Pierrino, Wien 17/ 12 1932

  1. Bild

Nr. 9 ½ Intermezzo, Wien, 19/12/1932

Nr. 10. Uns´re Heimat ist die Wüste, Wien, 20/12/1932, Lehár

Nr. 11. Du bist meine Sonne, Wien, 20/12/1932, Lehár

Nr. 11 ½ Melodram, Wien 20/12/1932

Nr. 12 Finale, Wien, 26/12/1936

Nr. 13 In einem Meer von Liebe, mit allen Einlagen, Wien, 5/1/1933

  1. Bild.

Nr. 12 ½ Alcazar, Wien, 28/8/1932, Lehár

Nr. 13. E viva Giuditta, Wien, 27/12/1932, Lehár

Nr. 14. Ja, die Liebe ist so wie ein.. Wien, 29/12/1932, Lehár

Nr. 14 ½ Reminiszenz, Wien, 30/12/1932, Lehár

Nr. 15. Meine Lippen... Wien, 30/12/1932, ¼ 6 Uhr früh. Lehár

Nr. 16. Finale, Wien, 1/1/1933, 4 Uhr früh, Lehár

Nr. 16 ½ Vorspiel, Wien, 7/1/1933, Lehár

Der Göttergatte

 

Operette in einem Vorspiel und 2 Akten.Uraufführung: Wien, 20. Jänner 1903 im Carltheater.

Die Musen beschweren sich bei Jupiter, weil der Theaterdirektor Menandros, wegen seiner Pleite sich an sie gewendet hat. Jupiter muss ein neues Stück erfinden, damit das Theater wieder voll ist. Alkmene hat auch an die Musen geschrieben, weil ihr Gatte auf dem Kriegsfeld kämpfen muss und selten bei ihr sein kann.

Thalia, Göttin der Kunst, schlägt eine neue Kunstgattung vor: die Operette; Jupiter schlägt

das Thema vor: Der Ehebruch.

Jupiter muss Alkmene, Amphytrions Gemahlin, verführen. Merkur muss sich als Sosias,

Amphytrions Diener, verkleiden und ihm dabei stehen. Beide ahnen nicht, dass Juno,

Jupiters Frau und Göttin des Ehestandes, sich in die Gestalt der Alkmene verwandelt hat.

Überraschenderweise kehren auch der echte Amphytrion und Sosias zurück...

 

Mehrere Motive wurden in „Die ideale Gattin“ verwendet. Zur Gegenüberstellung ist der

Thematische Index von Max Schönherr zu empfehlen. Glockenverlag, Wien 1955.

 

Der Graf von Luxemburg

 

Operette in 3 Akten. Uraufführung: 12.November 1909 im Theater an der Wien

Daraus:

 

 

Original- Handschrift- Orchester-Partitur, mit Änderungen der Neufassung:

Nr. 1, „Fertig, 30/10/1909, Lehár“.

Nr. 2: „Boheme-Duett (Juliette-Brissard), „Fertig, 9/11/1909, Lehár“.

Nr. 3: Chanson Juliette mit Chor, „Fertig, 31/10/1909, Lehár“.

Nr. 4: Reminiszenz, (René und Chor),  „Fertig, 31/10/1909, Lehár“.

Nr. 5: Lied (Basil, Pawlowitsch, Mentschikov, Pelegrin), „Fertig, 21/10/909, Lehár“.

Nr. 6: Quintett (Renée, Basil, Pawlowitsch, Mentschikov, Pelegrin), undatiert und unsigniert.

Nr. 7:  Entrée Angele, undatiert und unsigniert.

Nr. 8 und Nr. 9: I Finale, „Fertig, 22/10/909, Lehár“.

Nr. 9: Bühnenmusik, Polka und Mazurka.

Nr. 11: Duett (Angele-René).

Nr. 12: Duett (Juliette-Brissard), „Fertig, 3/11/909.

Nr. 12 ½ Trefle incarnat, mit folgenden Anweisungen:

Nr. 13: Terzett (Angele-René-Basil).

Nr. 14: Trefle incarnat (Szene des René).

Nr. 15 : Polka-Mazurka II.

Nr. 16: rot Nr. 13, “Fertig, 9/11/909, Lehár“.

Nr. 17: II Finale, „Fertig, 29/10/909, Lehár“.

Nr. 18: Dritter Akt. Introduktion

Nr. 19 ½ : Reminiszenz-Duett, Juliette-Brissard

Nr.  20: „Fertig, 9/11/909, Lehár“. Kommentar:“Diese Nummer hat Zeit bis 12 Uhr“

Nr. 21: Duett Angele-René (Es duftet nach Trefle incarnat), „8/11/909, Lehár

Nr. 22: Finaletto III, “Wien, 22 Februar 1937, Lehár“

Dazu Autograph vom Chor mit Klavier, „Wien, 16/Februar/1937, Lehár

Zurückgelegte Partiturteile, mehrmals datiert und signiert

Autograph für  Gesang und Klavier vom geänderten Schluss von „Trefle incarnat“

(Nr. 12 ½ )

Signiert :“Wien, 31 Jänner 1937“, Lehár“.

Die ideale Gattin

 

Operette in 3 Akten. Uraufführung: Wien, 11 Oktober 1913 im Theater an der Wien.

Die meiste Musik wurde aus der Operette „Der Göttergatte“ entnommen.

Visconde Pablo de Cavaletti hat- nach 2 jähriger Ehe- jedes Interesse an seiner Gattin verloren. Da sie sich nur mehr streiten beschließt seine Frau, Elvira, für einen Monat zu ihrer Mutter zu fahren. Als sie weggehen wollte, erfährt sie, dass ihr Mann eine andere geküsst hat und sich als seinen Freund, Don Gil de Tenorio, vor ihr ausgegeben hat. Elvira verkleidet sich als ihre Schwester Manolita und verführt ihren Gatten zum zweiten Mal. 

Daraus:

Spanische Barcarole, Lehárs Originalhandschrift-Partitur für gr. Orchester, signiert: Bad Ischl, 5/9/1930, mit Einlage und Orchester-Stimmen

Partitur für Zigeunermusik, Bard Budapest ohne Datum

Die Juxheirat

 

Operette in drei Akten. Uraufführung: Wien, 22 Dezember 1904 im Theater an der Wien.

 

Inhalt:

Die Handlung spielt in Amerika. Thomas Brockwiller, angesehener Milliardär, ist vollkommen unglücklich, weil alle nur des Geldes wegen bei ihm sein wollen. Seine Tochter Selma gründet den L.V.M. Verein (Los vom Mann), nachdem sein verstorbener Ehemann schon bei der Hochzeitsnacht seine Geliebte zur Hochzeit mit ihr mitgenommen hat. Harold von Reckenburg ist aber bis zu den Ohren in sie verliebt. Durch eine List von den anderen Frauen des Vereines, glaubt Selma, dass Harold seine verkleidete Schwester Juliane wäre, und heiratet ihn. Als Juliane bei der Hochzeit erscheint, entdeckt Selma den Betrug und versteckt sich in den Bergen. Nach einigen Monaten findet man sie wieder. In der Einsamkeit hat sie sich überzeugt, dass Harold sie doch liebt und ...

Die Kubanerin

 

Unvollendete Operette. Unaufgeführt.

Siehe auch „Die Spionin“

Daraus:

Duett, auch „Johannistrieb“, für Tenor und Frauenstimme, Handschrift Lehárs. Die Musik dieses Duetts wurde später in Wr. Frauen verwendet:

Solo- Stimmen vom Duett, handgeschrieben

Autograph für Gesang und Klavier.

 

Originalhandschrift-Orchesterpartitur, vom Lied „Arabella“, auch „Arabisches Lied“

Der Kürassier

 

Oper. Manuskript.Verbleib ist unbekannt. Text: Gustav Ruthner. Nicht aufgeführt. Komponiert 1892. Erste Versuche, eine Oper nach dem Modell von der „Cavalleria rusticana“ zu komponieren. Keine Partitur oder Noten vorhanden.

 

 

Das Land des Lächelns

 

Romantische Operette in drei Akten, vollkommene Umarbeitung von „Die gelbe Jacke“.

Uraufführung: Berlin, 10.Oktober 1929 im Metropol Theater

 

Libellentanz

 

Operette in 3 Akten Uraufführung: Mailand, 27.sept.1922. Erstaufführung Wien: 31.März 1923, im Stadttheater.

Verwendet die meiste Musik aus dem „Sterngucker“.

Original italienische Fassung von Carlo Lombardo:

Chor-Szene:

Im Park vom Schloss von Nancy. Eisläufer unterhalten sich über den Winter, die Jugend, das Eis und die Philosophie des Lebens.

Dialog:

Piper hat das Schloss  Nancy gekauft.   Pommery und sein Freund, Gratin, werden immer von ihren Ehefrauen im Stich gelassen. Diese versuchen ihr Glück heimlich bei anderen Männern.

Terzetto delle libellule: Elena-Tutu-Carlotta.

Über Frühlingsgefühle und die Blumen.

Dialog Gratin-Tutu: Tutu beschwert sich, weil Gratin nicht genug leidenschaftlich ist und sie mehr Liebe braucht. 

Auftritt Carlo. Arie über die Frauen und die Liebe.

Dialog:

Carlotta und Tutu versuchen Carlo zu verführen. Elena gefällt ihm, sie singen ein Duett „Schnee, Himmel.. Der Winter ist in meinem Herzen..“ Elena läuft weg.

Auftritt Bouquets. Dialog mit Carlo. Bouquet nimmt ihm die Handschuhe und  den Mantel schamlos weg und Carlo läuft ihm nach. Chor der Eisläufer mit Tutu. Dialog Tutu-Carlo. Sie möchte einen Kuss von ihm, aber er reagiert ganz kalt und Tutu verbietet ihm weiter in ihrer Hotel zu verbleiben.

Tutu und Bouquet treffen sich. Bouquet ist in sie verknallt. Beide gehen zusammen Eislaufen und singen das Duett „Wie süß ist Eislaufen“...

Carlo trifft wieder Elena und erzählt ihr, dass er nicht länger im Hotel wohnen kann, wegen Tutu. Ensemble-Szene, nachdem beschlossen wird, dass Carlo als Gast im Schoss bleiben wird.

II Akt:

Probe vom „Danza delle Libellule“. Musik und Arie Elenas“.

Dialog: Piper such den Schauspieler, den sie als Kaninchen engagiert haben. Bouquet stellt sich vor, weißt aber nicht welche Rolle er spielen muss. Elena erklärt Piper, ihrem Velobten, dass Tutu und Carlotta dem Gast nachlaufen. Nach mehrere Streitigkeiten, stellt sich auch Carlo vor, der Herzog von Nancy. Piper schägt ihm vor eine Rolle zu spielen. Er wird der Partner von Elena. „Quartetto Mitologico“.

Dialog und Duett Tutu-Bouquet: „Bambolina“. Danach Proben für das Theaterstück, auch Elena-Carlo, die das Duett „Adonis-Venus“ zusammen singen und sich stark verlieben. Sie wollen es aber nicht zugeben. Duett Bouquet-Tutu: „Gigolette-Foxtrot“.

Elena ist sehr aufgeregt und möchte nicht weiter spielen. Als sie Carlo aus dem Schloss rausjagen wollen, zeigt er ihnen einen Beschluss des obersten Gerichtshofes, wo er als Besitzer des ganzen Schlosses wiedererklärt wird.  Sie spielen dann weiter („Sogni d´or“)

Carlotta und Tutu möchten den Herzog wieder für sich gewinnen, doch ihre entsprechenden

Ehemänner erscheinen rechtzeitig, um jede Gefahr zu vermeiden.

Bouquet und Tutu kommen wieder zusammen und singen: „Spazieren beim Mondenschein“. Als sie sich küssen möchten, erscheint Carlo und wenig später wieder ihre Ehegatten.

Elena wird eifersüchtig, als sie merkt, wie Carlotta und Tutu sich um Carlo bemühen, und Carlo merkt es. Reminiszenz-Duett „Schnee-Eis, Der Winter ist in deinem Herzen“

Carlotta und Tutu werden von Gratin und Pommery bei Carlo entdeckt und diese behaupten, sie hätten nur vermeiden wollen, dass Elena ihren Verlobten Piper betrügt. Elena küsst gerade Carlo und alle können es sehen. Carlotta und Tutu kehren zu ihren Gatten zurück und alle singen  „Bambolina“. Fine.

Deutsche Fassung:

Charles, Herzog von Nancy, hat nach langen Jahren seinen Besitz in Nancy vom

Staat zurückbekommen. Er geht durch seinen Schloss spazieren, ohne dass jemand seine Identität kennt. Er verliebt sich in Helene, junge Witwe, die inzwischen von seinen vielen Verehrerinnen gehört hat und sich nicht so leicht hingeben will. Charles gibt seinen Namen bekannt und Piper, jetziger Schlossverwalter, freut sich, ihm ihre Gründe und Schloss zurückgeben zu können. Man inszeniert ein Theaterstück Pipers und Charles und Helene müssen die Hauptrolle spielen. Spannung bis zum Schluss und Happy End.

Daraus:

Original-Handschriftpartitur für gr. Orchester und folgende Szenen auf italienisch

befinden sich im Archiv:

Klavier-, Gesangautograph von nr. 1 und 2 (Einlagen),

Schluss nr. 3

Kino-Shimmy

Wenn ich lieb´, lieb´ ich enorm

Herz, mein Herz

Ob du willst oder nicht

Unbekannte Fee, Einlage zu nr. 3

Signiert Wien, 5/4/923 Lehár

(Eintragungen mit Bleistift)

Toutous Entrée-Lied, « Das ist das Hotel der Madame Toutou », Skizze mit vollem Text aber ohne Klavierbegleitung.

         Der Mann mit den drei Frauen

 

Operette in 3 Akten Uraufführung: Wien, 21.Jänner 1908 im Theater an der Wien

Hans Zipser ist mit Lori in Wien verheiratet. Weil er, wegen seines Berufes so oft verreist ist,

verehrt Baron Hühneberg seine Frau und verrät ihr, dass ihr Gatte mehrere Freundinnen im

Ausland hat. Lori will es nicht glauben und unterschreibt eine Verpflichtungserklärung, den Baron

im Falle des tatsächlichen Ehebruches ihres Gatten zu heiraten. Lori und Hühneberg reisen Hans

nach. Er hat eine Verlobte in Paris und eine Zweite in London! Die Frauen lernen sich kennen

und jede kriegt den entsprechenden Ehegatten. Hans wird eifersüchtig, wegen der Verpflichtung

Loris zu Baron Hühneberg, aber ihre Treue wird aufgeklärt und er kommt zu ihr nach Wien

zurück. 

Mitislaw, der Moderne

                       

                         

Operette in einem Akt. Uraufführung: Wien, 5.Jänner 1907 in der „Hölle“

Graf Mitislav kehrt nach langjährigem Exil in sein Land zurück. Sein Premierminister (und alles

dort) Jerzabinka möchte ihn mit Prinzessin Amaranthe verheiraten, zwecks Geldheirat. Mitislav

macht sich nichts aus seinem Staat und erklärt Jerzabinka er würde lieber zum Spaß dessen Gattin

verführen und heiraten. Jerzabinka stellt Mitislav Amaranthe anstatt seiner eigenen Gattin vor und die

Verwechslungen ergeben ein lustiges Ende.

Daraus:

Originalhandschrift-Partitur, signiert Wien, II/III/1907, Lehár, mit Eintragungen

Schwärmerei Walzer, Originalhandschrift-Partitur, dat. Wien, 14/II/ 1907, Lehár,

mit Klavierdirektion aus unbekannter Kopistenhand

Bürstenabzüge, korrigiert

Ausgabe für gr. und kleines Orchester vom K&K Theater an der Wien ohne Datum

Orchester-Material und Harmonium, handgeschriebene Kopie der ersten Aufführung

im Theater an der Wien

Originalanfang von Nr. 9, Handschrift für Chor und Gesang,

Nr. 1, 2, 3, 4,5,6, 7,8,9,für Gesang und Klavier, komplett mit Eintragungen über Striche, Änderungen,

mit der Bitte um: „Dringend Drucken“,  Lehár.

Peter und Paul reisen ins Schlaraffenland

Operette für Kinder in einem Vorspiel und fünf Bildern (Zaubermärchen) Uraufführung:

Wien, 1.Dezember 1906 im Theater an der Wien.

Peter und Paul sind sehr schlimme Kinder. Schlendrianus möchte sie entführen und in Teufeln

Verwandeln. Laboriosa glaubt an sie und möchte sie retten. Die Kinder werden nach Hause kommen können, wenn sie von selbst eine gute Tat begehen. Peter und Paul kommen in Schlaraffenland und entscheiden nach kurzer Zeit, dass sie  es eigentlich zuhause lieber haben, als im Luxus des Schlaraffenlandes. Obwohl Schlendrianus versucht, sie bei ihm zu behalten und auszunützen, gelingt es Laboriosa sie wieder gesund heim zu schicken. Ihre Eltern schlagen sie auch nicht mehr und alle leben weiter, wie eine große Familie

Der Rastelbinder

 

Operette in einem Vorspiel und 2 Akten. Uraufführung: Wien, 20. Dezember 1902 im Carltheater.

Besetzung:

Milosch Blacek, Großbauer                           Friedrich Bauer

Sein Sohn, 12 Jahre alt                                              Kleine Herzfeld

Voitech, Rastelbinder                                               Ernst Binder

Babuschka, sein Wieb                                               Minna Lenz

Suza, deren Tochter, 8 Jahre alt                    Kleine Hanke

Suza, Dienstmädchen                                    Mizzi Günther

Janku, 12 Jahre alt                                         Kleine Babos

Janku, sein Geschäftsführer                          Willy Bauer

Pfefferkorn, Zwiebelhändler                         Louis Treumann

Vaclawek                                                       Sigmund Rache

Kropatschek                                                  Rudolf Lustig

Glöpper, Spenglermeister                              Carl Blasel

Mizzi                                                              Therese Biedermann

 

Inhalt:

Vorspiel

Ein slovakisches Dorf. Chor-Introduktion: Knechte und Mägde sind landwirtschaftlich beschäftigt.

Dialog:

Milosch Vater erklärt, es sei der Tag, wo das Trencsiner Komitat wieder eine Ladung

Rastelbinderbuben - so ist die Rastelbindersitte - in die Welt schickt. Milosch Sohn ist ein Bauer und er darf zurückbleiben. Janku, Pflegekind der Familie, musst dagegen um sein Geld kämpfen.

Chor der Kinder.

Bevor er abfährt, müssen er –13 Jahre alt- und seine Freundin Suza – 8 Jahre alt- Verlobung

feiern. Jeder Bub musst  eine Braut und ein Reisegeld bekommen.

Auftrittslied Pfefferkorns (Der Jude)

Janku ist der einzige, der kein Geld bekommt, und Suza borgt sich einen Gulden von Pfefferkorn, mit Vertrag und 5% Zinsen, damit Janku auch ihn für die „Wanderschaftszeit“ mitnehmen kann.

Finale. Verlobung und Abschied. Kinderchor. Vorhang.

Erster Akt

12 Jahre später in Wien. Ein Spenglerladen.

Duett Janku-Mizzi: „Ohne küssen wär´die Liebe“

Dialog:

Janku und Mizzi sind verliebt und bereiten ihre Hochzeit vor. Milosch Sohn, der für Mizzi´s

Vater arbeitet, möchte aber nach Hause zurück zu seiner Freundin Suza. Janku kann sich

Nicht mehr an Suza erinnern.

Duett Milosch-Janku: Freund, kann dir´s gar nicht sagen.

Pfefferkorn tritt wieder auf. Er hat damals Janku zu ihnen gebracht und möchte jetzt auch

Suza, als Dienstmädchen bringen.

Entréelied der Suza: „Ach endlich, endlich heut´“.

Als Pfefferkorn Janku die Suza vorstellen möchte, weißt diese auch nicht mehr,

wer Janku war. Pfefferkorn erinnert beide an die Verlobung (Erinnerungs-Terzett) und

die jungen Leute sind ganz verzweifelt.

Janku, allein auf der Bühne, singt der Mizzi eine Arie (Mei´ Schatz, mei´ Braut).

Nach der Arie geht er ab und kommen Suza und Milosch auf die Bühne (Duettino „Wir

sind allein“). Suza geht ab und Pfefferkorn tritt auf und erzählt Milosch, warum seiner Meinung nach, Suza so traurig war: Weil sie Janku heiraten wird!.

Er erklärt die Rastelbindersitte und Milosch läuft weg.

Als Suza zurück kommt, tanzt sie mit Pfefferkorn eine Quadrille, dass sie ein bisschen vornehmer wird. Beim Finale II singt das Ensemble bei den Vorbereitungen für die Hochzeit. Die werden unterbrochen (Melodram) als Pfefferkorn vor allen seine Geschichte erzählt.

Bei der „Schnellpolka“ allgemeine Verwirrung. Zwischen hört man „Wenn 2 sich lieben“ von

Milosch oder Pfefferkorn..

II Akt

Spielt, ohne Pause, in einer Ulanenkaserne. Janku und Pfefferkorn verkleiden sich als Soldaten, um hineinkommen zu dürfen. Sie wissen, dass Milosch drinnen ist. Als der Korporal Janku nicht glaubt, muss er „Die beiden Kameraden“ singen. Danach treten auch Mizzi und Suza auf, die auch zu Milosch in die Kaserne wollen (Die Männerkleider, die passen leider nicht zu unser Frauengeschlecht!)

In der 19. und letzten Szene treffen sich alle im Hof der Kaserne und Janku überzeugt Milosch, dass so eine slovakische Kinderverlobung gar keine Gültigkeit hat.

Besonderer Gast bei der Uraufführung im Carltheater war ein echtes Pferd, das immer bei einer Stelle allein abging und Pfefferkorn sich am Schweif festhielt. Die Wirkung kann man sich vorstellen.

 

Daraus:

Autograph der Nr. 14, Walzer Milosch für Gesang und Klavier, weggelassen

Originalhandschrift-Partitur des Vorspiels, Bleistiftgeschrieben, der ersten 71 Seiten,

plus Nr. 7 und Nr. 15:

Nr. 1, Entree Pfefferkorn

Nr. 2  Kinderchor

N. 3  

Nr. 4 Finale, dann Melodram und Nr. 7

Couplet des Pfefferkorns, mit Eintragungen

Skizzenheft Lehárs

Rodrigo

 

Oper in 1 Vorspiel und 1 Akt. Uraufführung: 1893, Kurzes Jugendwerk, wo man schon den

Genie Lehár erkennen kann.

Inhalt:

Chor der Bauer und Bäuerinnen, die gerade die Hochzeit von Rodrigo und Angela feiern.

Rodrigo bedankt sich anschließend für die Gaben.

Auftritt Fernandos, der Führer einer Räuberbande, ist seit Jahren der größte Feind Rodrigos

und rachesüchtig. Die Räuber gehen ab und Rodrigo und Angela, Hand in Hand, singen ein Liebes-Duett.

Gleich danach stürzen  sich Fernando und seine Räuber auf sie und nehmen sie gefangen.

Musik Intermezzo (Preludium Religioso)

Chor der Räuber: “Gibt´s was Schöneres als Räuber zu sein?.

Fernando erklärt seine Liebe zu Angela, die ihn zurückweist. Nach einer gewaltigen

Auseinandersetzung verspricht Angela Fernando, ihm zu gehören, wenn er Rodrigo vom Tod

befreit. Fernando geht ab, um Rodrigo vom Gefängnis zu holen und inzwischen singt Angela

der Jungfrau eine Arie (Arie der Madonna). Rodrigo kommt alleine auf die Bühne zurück und beide singen das Duett: „Gott ist Gnade mit uns beiden“.

Fernando möchte dann, dass Angela Ihr Wort erfüllt: „Du bist mein und er frei“. In ihrer

Verzweiflung, bittet Angela Rodrigo, sie zu erstechen. Sie werden sich „Sarg an Sarg“ wieder finden.

Tragische Arie Rodrigos und Ende der Oper.   

Rose de Noel.

Operette. Bearbeitung: Paul Bonneau, Miklos Rekai. Text: Károly Kristofs, Raymond Vincy.

Die Uraufführung fand am 20.12 1958 in Paris statt. Eine CD-Aufnahme aus 1992 findet man

unter :   www.amazon.co.uk  (lehar, rose de noel) zur Bestellung.

Inhalt:

Graf und junger General Michel Andrassy führt ein skandalöses Leben. Kaiser Franz Joseph beschließt mit diesem Unsinn zu beenden und entfernt ihn von der großen Stadt, indem er ihn den Ehrenposten des Bürgermeisters der Ville von Losoncz gibt.

Unglücklicherweise ist Michel schon längst weggefahren, als der Befehl ankommt.

Sein Sekretär und Freund, Leutnant Sandor Varga, muss ihm die Nachricht nachbringen. 

Michel ist inzwischen in Losoncz angekommen und lernt Vilma kennen, in die er sich zum ersten Mal wirklich verliebt. Seinerseits verliebt sich Sandor in Mile Totsi, junge schöne Schneiderin der Stadt. Als man in der Stadt von den Affären Michels erfährt, glaubt man gleich, er und sein Freund hätten wieder nur ihre Abenteuer weiter gelebt. Franz Joseph möchte ihn aus diesem Grund degradieren und sogar ins Gefängnis schicken, aber Kaiserin Elisabeth hilft als „Liebesengel“ den beiden Verliebten und sie dürfen heiraten. Franz,

alter Freund Vilmas, versteht, dass es für ihn besser ist, wenn er sich nur seiner Musik widmet. Die Hochzeit findet im Palast der Familie Andrassy statt.

So wurde die Vorhersagung einer Zigeunerin an Vilma, dass sie heiraten würde, bevor die Rose de Noel blüht, wahr.  

Rosenstock und Edelweiß

 

Singspiel in einem Akt. Uraufführung:  Wien, 20.Dez 1910 in der „Hölle“.

Inhalt:

Das Landleben und die Touristen werden parodiert. Nur 2 Darsteller.

Everl, ein wunderschönes Bauernmädchen, lebt auf ein Almhütte und beschwert sich bei ihrer

„Auftrittsarie“, wie schwer ist es zu heiraten. Sie braucht 100 Kronen, um mit ihrem Verlobten vor dem Traualtar zu stehen.

Gleich danach tritt Rosenstock auf (Arie „Herrgott, wie prächtig ist die Natur“). Ein Jude, der nie in den Bergen gewesen ist. Er hat seinen Freunden gesagt, er würde dort ein verliebtes

Gamsenpaar photographieren und fragt Everl, wo so etwas zu finden sei. Da es doch zu weit für ihn ist, unterhält er sich ein wenig mit dem schönen Mädchen: Nr. 3, Marschduett. Sie

gesteht ihm ihre Liebe zu Sepp: Nr. 4, Ländler. Rosenstock ist nicht bereit, ihr das Geld zu

geben und sie geht hinein, um Milch zu holen: Nr. 5. Couplet Rosenstock. Plötzlich

hört man 2 bis 3 „Juchezer“ und Everl lässt vor Schreck den Teller fallen. Sie glauben, es sei der eifersüchtige Sepp, und Rosenstock wird in den Kuhstall geschickt.

Es war nicht der Sepp, aber Everl schwindelt ein bisschen .... , damit Rosenstock ihr die 100

Kronen gibt: Nr. 6: „Duett (Gstanzeln) und Tanz“.  

Die Spieluhr, Musikalische Komödie mit Schattenbildern von Theo Zasche. Text: Alfred Deutsch-German,  Manuskript

Verbleib der Partitur ist unbekannt. Handschrift der 4 Lieder für Klavier und Gesang befindet sich im Lehárschlössl in der Hackhoferstraße. Datiert: Wien, 30.12.1910 bis 4.1.1911, Lehár.Uraufführung 1912 in „Die Hölle“ in Wien.

Textbuch, maschinegeschrieben: NÖ Landes-Archiv, St. Pölten.

Ein junges Mädchen steht mit Zweifeln vor ihrer Hochzeit. Ein Verführer versucht das Mädchen zu kompromittieren. Es gelingt ihr zu entfliehen und glücklich in der neuen Ehe, alt zu werden. Nach 50 Jahren erzählt sie die Geschichte ihren Enkelkindern.

Daraus: Handschrift der 4 Lieder

 

Die Spionin

 

Inhalt:

 

Antonio, Mitglied der „Grandezza“ Spaniens, lebt in seinem Schloss. Es ist gerade Kriegszeit und der französische Graf Villeroy, kommt- im Namen Frankreichs- zu ihm.

Jeder sing sein Auftrittslied.

Antonio stellt Villeroy seine Nichte Rositta und deren Freundin Marietta als verheiratete Damen  (Terzett Rositta-Marietta und Antonio) vor, um Probleme mit den Soldaten zu vermeiden.

Jean, Adjutant von Villeroy, glaubt ihnen nicht und Villeroy singt seine erste Arie, um die drei davon zu überzeugen, dass französische Soldaten sie nie belästigen würden.

Auftritt Hamiltons, englischer Kapitän. Er wird von den Franzosen verfolgt. Rositta, Antonio

und Marietta verstecken ihn, kleiden ihn als Zivilisten und stellen ihn den Franzosen als Alvarez, Rosittas Bruder vor. In Sicherheit gesteht Hamilton Antonio seine Liebe zu Rositta: Terzett, Rositta-Marietta-Hamilton. Sie beschließen aber mit der Hochzeit zu warten, bis der Krieg zu Ende ist.

Chor der Soldaten. Ensembleszene mit Villeroy und Solisten.

Unerwartet kehrt Alvarez zurück. Alle behaupten vor Villeroy, ihn nicht zu kennen.

Alvarez wird verhaftet.

Chorszene. Liebesduett Isabella-Antonio ( Johannistrieb, falsch eingelegt).

Ende des 1. Aktes.

II Akt:

Brautchor.

Dialog:

Wellington tritt auf. Er such Hamilton im Gefängnis, findet aber Alvarez. Er hält ihn für einen

Spion. Hamilton erscheint gerade noch rechtzeitig und erklärt Wellington die Situation.

In diesem Moment tritt Isabella, die seit langem nicht mehr gekommen ist, und die Familie aber gut zu kennen scheint. Nach einem kleinem Wortaustausch gibt sie den Grund ihres Besuches bekannt, indem sie Antonio fragt, warum er noch nicht geheiratet hat. Antonio antwortet, dass er einmal eine Jugendliebe hatte, die er aus persönlichen Gründen verlassen musste, und seit Jahren mit ihr aber noch in Kontakt durch eine Brieftaube ist und, dass er sie immer im Gedanken hat. Isabella gesteht ihm, dass sie die verlassene Frau ist und seinetwegen endlich einmal kommen wollte. Duett „Die Kubanerin“ (jetzt wären die ausgerissenen Seiten, der Seitenanzahl nach richtig).

Hamilton singt „Die treue Anna“, Liebesarie.

Dialog:

Alvarez schlägt Antonio und Isabella vor, zu heiraten . Sextett.

9. Szene:

Alvarez möchte auch Marietta heiraten, aber diese akzeptiert nicht Er droht ihr mit Selbstmord. Alle möchten das vermeiden. Verwirrungsszene und skizzierter Marsch.

III Akt:

Skizzierte Arie Villeroys.

Nach der Arie, erklärt er, er weiß, dass Antonio und Rositta Spionen sind. Die französischen

Soldaten verhaften Rositta. Skizzierte Arie Rosittas unvollständig.

Hamilton, Wellington und Soldaten treten auf und befreien Antonio und Rositta. Wellington

bedankt sich im Namen Englands bei Rositta und sie antwortet:

„Ich bin Spanierin und habe nur meine Pflicht getan“

Ende. 

Klavierauszug, handgeschrieben, mit Dialogtexten zwischen den Szenen.

Das Duett „Die Kubanerin“ wurde aus diesem Klavierauszug irgendwann herausgeschnitten. Die Musik wurde noch einmal von einem unbekannten Kopisten in den Klavierauszug geschrieben, nur an einer anderen Stelle (Ende des ersten Aktes). Wahrscheinlich ein Irrtum, weil das Duett an dieser Stelle keinen Zusammenhang mit der Handlung hat.

 Der Sterngucker.

Inhalt nach dem bei der Uraufführung verwendeten Text (Glockenverlag, Wien)

 

Operette in drei Akten. Uraufführung: Wien, 14. Jänner 1916 in der Josefstadt.

Bis auf wenige Motive wurde die ganze Musik beim „Libellentanz“ verwendet:

Dr. Franz Höfer, ein ewiger Junggeselle, wird von allen Damen verehrt. Drei von Ihnen gelingt es, sich durch Tricks mit ihm zu verloben. Lilly aber liebt ihn wirklich. Sie heiraten, doch Franz lebt ganz und gar nicht, als ob er verheiratet wäre. Er möchte immer nur die Sterne beobachten.

Lilly verbietet ihm, diese Tätigkeit weiter auszuüben und befiehlt ihm, sich eine Arbeit zu suchen und seinen Pflichten als Ehemann nachzukommen. Ist er dann glücklich?

Die Tangokönigin      

 

Operette in drei Akten. Uraufführung: Wien, 9. September 1921 im Apollotheater.

Die Tangokönigin ist eine verkürzte Fassung der „Idealen Gattin“. Die Schwester und ihre Freundin kommen hier nicht mehr aus Paris, sondern aus Brasilien und Argentinien. Die Witze werden verfeinert und die Szenen verkürzt. Einige sogar gestrichen.

Tatjana (Kukuschka)

 

Oper in drei Akten (4 Bildern). Uraufführungen: Kukuschka, Leipzig, 27. November 1896;

Tatjana, Brünn, 1905.

Inhalt:

1. Akt

Während Alexis, ein junger Liniensoldat, einen Gefangenentransport bewacht, ankert unweit von ihm das Boot des  Fischers Sergej. Alexis will Sergey mit seiner Flinte verscheuchen, als dessen Tochter Tatjana herbeikommt. Tatjana und Alexis fühlen sich füreinander bestimmt. Da Alexis am nächsten Tag nach Kara weiter ziehen muss, löst Tatjana ein Heiligenbild vom Halsband und gibt es Sergej als Treuepfand.

Sašha, der seit langem in Tatjana verliebt ist, hat die ganze Szene beobachtet und provoziert

Alexis derart, dass Alexis und er als Feinde scheiden.

In der dritten Szene möchten zwei Bauern, dass Sergej ein krankes Tier heilt. Er gilt als

Wunderdoktor. Am Tag des heiligen Georgs wird, wie er selbst vorausgesagt hat, kein einziger Fisch gefangen. Nur er fängt ein Prachtexemplar. Er wird Bundesgenosse des Teufels überführt und man will ihn in die Wolga werfen.

Starost, Statthalter des Zaren will dem Volke nachgaben und gebietet Alexis Einhalt, der zieht

gegen den Starost blank und verwundet ihn. Er wird nach Sibirien verbannt und muss von

Tatjana Abschied nehmen.

2. Akt

Spielt in den Goldminen von Kara. Sašha singt ein altes Steppenlied. Er beglagt, aus seinem Stamme verstoßen worden zu sein, weil Alexis ihn tief gedemütigt hat. Alexis kann Tatjana nicht vergessen, die anderen trösten ihn.

Sašha plant, Alexis zu ermorden. Dieser entreißt ihm das Messer und richtet es gegen ihn. Er lässt aber Gnade und Sašha sieht sich inder Schuld von Alexis und bietet ihm sein Roß zur Flucht an.

Alexis flieht.

3. Akt

In Kara ist ein neuer Gefangenentransport angekommen. Auch Tatjana ist unter den Ankommenden.

Chorszenen. Tatjana erfährt, dass Alexis geflohen ist. Saša wird Tatjana durch die Steppe führen.

Sie finden Alexis erschöpft, er hat Halluzinationen. Tatjana stürzt in seine  Arme. Beide umfassen sich. Schneefall setzt ein. Ende der Oper.

Daraus:          

Autograph der Umarbeitung , Kukuschka in Tatjana:

wie folgt:

Zuerst nahm er einen Klavierauszug von Kukuschka, bis zur Seite 86 (Hofbauer), auf den er mit Bleistift die neuen  Noten für die Tatjana schrieb. Danach kommt eine Handgeschriebene Partitur für gr. Orchester, des Vorspieles zum 2. Akt, plus den ganzen 2. Akt handgeschrieben, mit Strichen, Änderungen, dazu komponierte Akkorde und Abweisungen. So geht´s bis Seite 195, wo er eine Einlage hinzugefügt hat, die er mit Seite 197 verbunden hat. Nach dem 2. Akt : Wien, 8/1/1905, Lehár. Im dritten Akt sieht man Mischungen vom gedruckten Klavierauszug mit daraufgeschriebenem Text und Noten,

Tempo-Änderungen, Instrument-Wechsel und dazu komponierte Partitur der neuen Stellen, mit neuem Schlussakkord, daneben datiert und signiert: Wien, 13/1/ 1905, Freitag, fertig gemacht, Lehár“

Wiener Frauen (Der Klavierlehrer)

 

Operette in 3 Akten. Uraufführung: Wien, 25 November 1902 im Theater an der Wien. Umgearbeitet unter dem Titel „ Der

Schlüssel zum Paradies“, deren Uraufführung in Leipzig, in 1906 stattfand.

Daraus:

Originalhandschrift Orchester-Partitur Lehárs, datiert, unsigniert:

  1. Damenchor, Lied der Jeannette, 19/9/1902
  2. Entreelied Rosner 26/9/1902
  3. Entree Brandls 17/9/1902
  4. Lied ohne Datum
  5. Duett, kurz 19/Okt/ 1902
  6. Hochzeitschor 28/9/1902
  7. Finale I Akt, folgt Brautchor,
  8. Quadrille, 7/10/1902
  9. Terzett, Auf den Mann dressiert, 8/10/1902
  10. Lied des Rosner, Zwei müssen´s sein, 22/1903 ein Jahr zurück

13. Nechledilmarsch, 18/10/1902

14. Finale 8/11/1902

  1. Duett Clara-Brandl 20/10/1902
  2. Couplet 8/11/1902
  3. Finale III Akt 26/10/1902

„Im Finale 8 fehlen 6 Takte Nur Valse 120 Tempo spielen“

 

 


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